07.06.18 // HofLiteratur 1 // Klub der Kulturarbeiter, Herrmann-Liebmann-Str. 88

 

Warme Abende und Literatur könnten sich bestens verstehen, wenn man die Texte nicht immer wieder in stickige Räume verfrachten würde. Deshalb laden wir euch ein, im Innenhof der Herrmann-Liebmann-Straße 88, bei kühlen Getränken Lyrik und Musik zu genießen, an der frischen Luft und maximaler Freiheit.

Für die ersten Ausgabe von HofLiteratur haben wir die beiden jungen Lyrikerinnen Elisa Weinkötz und Ansgar Riedißer für eine Lesung gewinnen können und hoffen, nicht nur ihren Texten zu lauschen, sondern auch ins Gespräch zu kommen. Übers Schreiben, die Bilder darin und was Pathos so alles (v)erbricht.

Musikalisch begleitet wird der Abend von der großartigen Aliya Thon.

 

Elisa Weinkötz wurde 1994 in Mannheim geboren. Von 2014 bis 2017 studierte sie Germanistik und Internationalen Literaturen in Tübingen. Nach einen Zeit in Leipzig lebt sie nun in Berlin. Im Mai 2017 gewann sie den Lyrikpreis beim Literaturfestival zwischen/miete Stuttgart und veröffentlichte in zahlreichen  Zeitschriften und Anthologien, wie "BELLA triste", "poet" und dem "Jahrbuch der Lyrik 2018".

 

Ansgar Riedißer, Jahrgang 1998, war unter anderem Preisträger beim „Treffen Junger Autoren“ der Berliner Festspiele,  „lyrix“,  „Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur“ Baden-Württemberg und dem „Jugend-Lyrik Preis der Stadt Stuttgart“. Seine Texte wurden mehrfach in Anthologien wie im „Jahrbuch der Lyrik“ 2017 und 2018 veröffentlicht und in Übersetzung im finnischen Lyrikmagazin „Tuli&Savu“.

 

Im Anschluss an Lesung, Gespräch und Musik, laden wir euch ein, an der Bar zu verweilen, bis die Wolken…na, ihr wisst schon.

 

05.07.18 // HofLiteratur 2 // Klub der Kulturarbeiter, Herrmann-Liebmann-Str. 88

Als wäre der Hinterhof nicht genug, laden wir euch ein, gemeinsam mit den Lyrikern Moritz Gause und Sascha Kokot, auf Reise zu gehen — nicht nur durch ihre Texte, sondern auch im Gespräch. Beide waren auf der weiten Welt unterwegs, wie auch in nahen Provinzen, können von hier und dort erzählen, uns mitnehmen, abhängen, begreifen lassen.

Aliya Thon begleitet uns Reisende musikalisch durch den Abend.

Wir freuen uns auf euch!

 

Moritz Gause wurde 1986 in Berlin geboren und wuchs dort in Brandenburg und in Thüringen auf. Er studierte in Jena Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. In den Jahren 2009 bis 2015 verantwortete er Literaturprojekte, Lesereihen, literarische Werkstätten, Ausstellungen und Interventionen in Thüringen. Nach zwei Jahren in Bishkek, Kyrgyzstan, lebt Gause heute in Berlin.

2018 erschien im Verlag edition AZUR sein Gedichtband »Meditationen hinterm Supermarkt«.

 

Sascha Kokot, 1982 in der Altmark geboren und aufgewachsen, lebt als freier Autor und Fotograf in Leipzig. Nach einer Lehre als Informatiker in Hamburg und einem längeren Aufenthalt in Australien studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Er erhielt verschiedene Stipendien und Preise, veröffentlichte in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften.

Im Frühjahr 2013 erschien sein Debütband »Rodung« im Verlag edition AZUR, wo im Frühjahr 2017 auch sein zweiter Lyrikband »Ferner« herausgekommen ist.

 

Im Anschluss an die Lesung laden wir euch ein, im Gespräch zu bleiben, an der Bar zu sitzen und den Sommernachthimmel zu genießen.

 

 

26.07.18 // HofGespräch mit Moritz Wolff // Klub der Kulturarbeiter, Herrmann-Liebmann-Str. 88 // Einlass: ab 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

 

Wir wollen es mit etwas Neuem versuchen. Seid willkommen zu unserer ersten Auflage von HofGespräch — eurem zurückhaltenden Meinungsmedium in Leipzig Ost. Wir wollen in Zukunft regelmäßig Denkerinnen einladen, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit dem Menschen beschäftigen.

Wir sehen uns dabei in keiner politischen Tradition, noch versuchen wir angebliche Sprechverbote aufzubrechen. Stattdessen seid ihr eingeladen, bei Musik und Getränken über das Vorgestellte nachzudenken und danach bis in die Puppen zu diskutieren.

 

Unser erstes Thema, vorgestellt von Moritz Wolff:

Identitätspolitik ist, wie es scheint, überall präsent: Egal ob in der parlamentarischen Politik, der universitären Lehre oder in alltäglichen Situationen. Dabei geht es in der Regel um benachteiligte oder diskriminierte Gruppen und wie diese gestärkt werden könnten. Die sie begleitende Debatte hat in den letzten Jahren an Intensität und Polarisation deutlich zugenommen. Den gängigen Argumenten für oder gegen Identitätspolitik sollen hier jedoch keine weiteren hinzugefügt werden. Stattdessen wollen wir fragen, wie Identitätspolitik funktioniert, d.h. in welche Affekte sie investiert. Was will Identitätspolitik? Wie lässt sich das Begehren beschreiben, das ihr zugrunde liegt?

 

Moritz Wolff wurde 1992 in Freiburg im Breisgau geboren und studierte in Würzburg und Leipzig Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft. 2017 nahm er sein Masterstudium der Philosophie in Leipzig auf.

 

Musik kommt von Niklas Herlyn — part of 76666, Nebula, dundst°, Kontakt. and For_m.

For this event he will showcase some of the more experimental B-Sides among his record collection to go public with a new long term project titled ‘nhrlyn’.

‘nhrlyn’ is an attempt to break away from what he had been pursuing in night life and drug use. It’s main focus lays on stretched out dystopian and post-industrial sound textures, mixed with the stylistic use of infra bass structures and impulses to form a mixture of Noise, Ambient, Kraut-Rock and polyrythmic sound excursions.

 

 

25.10.18 // KlubLiteratur mit Antoinette Blume und Martin Piekar // Klub der Kulturarbeiter, Herrmann-Liebmann-Str. 88

Herbstzeit ist Lesezeit und wir sind daher fristgerecht aus dem Sommerschlaf erwacht. Daher seid eingeladen, am 25.10. unseren Klubräumen (nur ein Stockwerk über dem Hinterhof) einen Besuch abzustatten und euch dort in gewohnter Manier verwöhnen zu lassen.

Diesen Monat haben wir Antoinette Blume und Martin Piekar gewinnen können, uns mit Texten über, mit und kreuz der Sexualität auf den November vorzubereiten. Beide können außerdem erzählen: von Physis, Kneipen, Porno und Tokio beispielsweise.

 

Antoinette Blume, 1991 in Worms geboren; über Greifswald, Lancaster und Tokio nach Leipzig gekommen - zum schreiben, lesen und studieren, Geld verdienen und sofort wieder ausgeben.

Studium der Kommunikationswissenschaft und Anglistik/Amerikanistik, irgendwann jetzt dann bald mal Master of Arts. Keine Preise, kaum Veröffentlichungen, aber trotzdem (so was von) da. Träumt von einem Buch mit ihren Essays mit einem Vorwort von Benjamin von Stuckrad-Barre.

 

Martin Piekar, ’90 geboren, Student der Philosophie und der Geschichte an der Goethe-Uni in Frankfurt am Main. 2012 Lyrikpreisträger beim 20. Open Mike. 2014 wurde er World Lyrikwrestling Champion. 2016 hr2-Literaturpreisträger, zudem der Atta-Troll-Superpreis für radikale Ideologiekritik. 2017 ausgezeichnet mit dem Sonderpreis Lyrik beim Nordhessischen Autorenpreis. 2018 erhielt er den Jurypreis des Irseer Pegasus‘, sowie der Alfred-Gruber-Preis in Meran.

Sein erster Gedichtband „Bastard Echo“ erschien im Frühjahr 2014 beim Verlagshaus Berlin, dieser ist bereits in zweiter Auflage. 2016 erschien gemeinsam mit Jan Kuhlbrodt das e-book „Überschreibungen“ im Verlagshaus Berlin. 2018 erscheint sein zweiter Gedichtband „AmokperVers“.